Weihnachten steht vor der Tür…

…höre ich es überall sagen.

Wirklich? Ist mir nicht bewusst, bei mir hockt sie wohl noch unter dem Türvorleger. Gut so, denn ich bin noch so in Herbststimmung, dass ich mir keine Gedanken machen möchte, wie ich das Fest der Liebe verbringe. Doch in etwa sechs Wochen ist es schon so weit und so komme ich nicht drum rum. 
Als Traumberuf stand auf meiner Liste einmal Christkindli. Ein toller Job, das ganze Jahr kann ich Geschenkideen sammeln, einpacken und am Ende des Jahres freuen sich alle auf mich, wenn die erfüllten Wünsche eintrudeln. 
Geht es wirklich darum, was denkst du?
Wie kommt es,

dass wir uns das ganze Jahr über vornehmen, im Oktober sicher noch keine Zimtsternli zu kaufen, nur mit Menschen zu feiern die uns wirklich was bedeuten oder alle Geschenke bis zum ersten Dezember verpackt und bereit zu haben – und kaum nähert sich das Weihnachtsfest, sind wir dann wie hirngewaschen. Werfen alles über Bord, nur um uns danach zu ärgern, wir haben’s ja gewusst, die Zimtsternli sind uns schon im November verleidet und die besten Geschenkideen kommen eben doch erst unter Druck.
Als ich vor einigen Jahren mit meinem Liebsten besprochen hatte, was wir uns unter Weihnachten vorstellen, kamen wir, unter anderem, auf den Wunsch, Menschen am Tisch sitzen zu haben, die, aus welchen Gründen auch immer, alleine sind in dieser Zeit. Das haben wir auch umgesetzt. Wir wollten Zeit schenken. 
Es müssen nicht Christbaumkugeln an einem sterbenden Baum sein, die glitzern, es können auch Augen dankbarer Menschen sein. Nicht die süssen Glöckchen sollen klingen, sondern das Lachen froher Menschen. Wertvoller als Geschenke sind für uns die Geschichten, die Menschen zu erzählen wissen und die Erinnerung, die sie haben an einen gemütlichen Abend im Dezember.
Um mir ein Ziel zu setzten oder es gleich umzusetzen, benötige ich keinen Jahresanfang oder ein bestimmtes Datum, ich tue es immer gleich jetzt. Doch selbst ich, die Romantikbremse, wie mein Freund mich manchmal nennt, komme in dieser Zeit etwas zur Ruhe und werde besinnlich. 
Ich glaube, die Zeit Ende des Jahres ist nur lang anhaltend wertvoll, wenn wir die Vorsätze vom Dezember in allen anderen Monaten auch umsetzten.
Wie verschenkst du Freude?

 

 Kolumne Winterthurer Zeitung 1.11.2017

 

Jennifer Fasciati

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