Feiertage mit emotionalem Wert

Einer Legende nach

werden am Valentinstag Blumen verschenkt, weil dieser Tag den Verliebten gewidmet ist. Doch laut Wikipedia verdankt dieser Tag seine Bekanntheit der intensiven Werbung der

Blumen- und Süsswarenindustrie.
Es scheint, als wolle jeder ein Stück vom Valentinstagskuchen: Kaum einen Schritt kann ich tun, ohne mit Valentinstagswerbung aller Art zugeschüttet zu werden. Besondere Unterwäsche in Rot leuchtet mir entgegen Kaffee der besonderen Art wird mir angeboten. Eine Fastfoodkette wirbt mit einem romantischen Dinner, das mich schon fast reizt auszuprobieren, weil ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen kann, was sich dahinter verbirgt. Ja sogar das Toilettenpapier wird extra mit Herzchen bedruckt.

Ich mag solche Tage nicht.

Feiertage sollten uns an wertvolle Tradition erinnern. Doch vor lauter Kommerz geht die Bedeutung verloren. Wenn ein Pärchen sich einig ist, wird der Zwangs-Schenktag zelebriert und wenn nicht, scheint der Ärger vorprogrammiert, wer keine Geschenke bekommt, fühlt sich ausgeschlossen und wer sich dem vorgegebenen Schenkdruck beugt, fühlt sich, als hätte er einfach seine Pflicht erfüllt.
Schenken soll aus Überzeugung, freiem Willen und von Herzen kommen.

Mein Freund und ich schreiben uns immer wieder kleine Briefe, Zettelchen oder Karten mit Botschaften der Wertschätzung. Zwecks Recherche zu dieser Kolumne habe ich mir diese Nachrichtensammlung angeschaut – immerhin schon acht Jahre pflegen wir dieses Ritual – und die liebsten sind mir diejenigen, die ich unerwartet und doch zum richtigen Zeitpunkt bekommen habe.
Wir wollen doch täglich auf Händen getragen werden, nicht bloss einen Tag im Jahr und dann noch auf Befehl und Profit! 
Setzen wir doch einen neuen Trend und feiern Tage, die emotionalen und nicht materiellen Wert mit sich bringen, so haben wirklich alle etwas davon! 
Ich wäre dafür, dass der Tag des Lachens zelebriert wird, der Weltfriedenstag auf ein festes Datum gelegt würde oder jeder den Internationalen Kinderkrebstag kennt, der ist nämlich morgen.

 Kolumne Winterthurer Zeitung 14.2.2018

 

Jennifer Fasciati

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