Ist halt so

Rücksichtslosigkeit macht sich schneller breit als jede Schweinegrippe

und schont dabei keine Alterskategorie. Menschen platzen in Gespräche, halten sich nicht an Vereinbarungen oder benehmen sich wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen. Als Ausrede oder plumpe Entschuldigung heisst es dann bloss: „Sorry, ich bin

halt so.“ oder „So ist der eben, da kann man nichts machen!“.

„Ist halt so“ scheint mir das Mantra der Resignierten zu sein.

In der Theorie entwickelt der Mensch, im Alter von vier Jahren, die Fähigkeit, Mitmenschen und ihre Gefühle einzuordnen und ihre Verhaltensweisen vorherzusagen. In der Praxis ist das anders. Die Metapher mit dem Elefant schwirrt mir noch immer im Kopf.

Würden wir sauer werden, wenn so ein süsser Elefant das Geschirr unabsichtlich um sich herum verschlägt? Nein wohl kaum, denn nur schon die Vorstellung dieser Situation ist absurd.

Hingegen Menschen, die sich, wissentlich und unwillig sich zu verbessern, so benehmen, finde ich sehr anstrengend.

Wie ich damit umgehe? Keine Ahnung, ich habe nicht für alles eine pauschale Lösung. Je nach Tagesverfassung mache ich mir einen Spass daraus, bin besonders rücksichtsvoll oder ignoriere solche Menschen.

Sorry, ist nicht böse gemeint, aber ich bin halt so!

 

 

Kolumne Winterthurer Zeitung 14.11.2018

 

Jennifer Fasciati

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